Prähabitilation
Prähabilitation ist jede präventive oder begleitende Form von Training, Therapie und Coaching, die helfen können, das Risiko von Überlastung oder Verletzung zu reduzieren. Ziel ist es Reserven und Potentiale zu identifizieren um potenzielle Risikofaktoren zu minimieren und zukünftige Belastungen vor zu bereiten.
Prähabilitative Maßnahmen verbinden präventive und therapeutische Ansätze, um den Körper gezielt auf bevorstehende Belastungen – wie Operationen, sportliche Anforderungen oder berufliche Aktivitäten – vorzubereiten. Dabei werden grundlegende Fähigkeiten wie Mobilität, Stabilität, Gleichgewicht, Kraft, Ausdauer und motorische Kontrolle verbessert.
Durch klinische Untersuchungen, Tests und standardisierte Assessments werden Bewegungsmuster hinsichtlich Qualität und Quantität analysiert, um individuelle Voraussetzungen zu erkennen und gezielt zu fördern. Ziel ist es, das Risiko vermeidbarer Verletzungen zu reduzieren, bessere Ergebnisse nach medizinischen Eingriffen zu erzielen und den Rehabilitationsprozess zu verkürzen.
Im Fokus der Prähabilitation steht die Identifikation von:
Risikofaktoren
Zwischen Prähabilitation, Rehabilitation und Performancetraining gibt es viele Überschneidungen, wenig scharfe Trennlinien und fließende Übergänge. Daher müssen vielmehr Heilungs- und Regenerationszeiten, Fähigkeiten und Charakter des Sportlers, sowie berufs- und sportspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden.
Rehabilitation
Funktionelle Rehabilitation ist ein auf den individuellen Athleten ausgerichteter sportartspezifischer Ansatz bei dem nicht nur die Heilung von Gewebe und Struktur im Vordergrund steht, sondern auch die Wiederherstellung komplexer Bewegungs- und Belastungsmuster, mit dem Ziel, der Rückkehr zum ursprünglichen Leistungsniveau oder eine Optimierung über den Ausgangszustand hinaus.
"So sicher wie möglich, so schnell wie nötig"
Die funktionelle Rehabilitation ist ein komplexer Prozess, bei dem es einerseits um das Wiedererlangen von Basisfunktionen und grundlegender Bewegungsmuster geht, sowie um das Wiederherstellen der sportspezifischen Trainings- und Wettkampffähigkeit.
Durch eine bedarfsorientierte Kombination aus therapeutischen Maßnahmen und leistungsorientierter Trainingstherapie, findet ein progressiver Belastungsaufbau statt, mit dem Ziel, der Rückkehr zum individuellen Leistungsniveau in Alltag, Sport und Beruf.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewebeheilungszeiten findet mit Hilfe von funktionellen Tests und Assessments (RTA Algorhytmus, Bewegungs- und Krafttests) eine konstante Verlaufskontrolle statt. Hierdurch verringert sich das Risiko einer Re-Verletzung durch eine suboptimale Steigerung im Prozess oder zu früher Einstieg des leistungsorientierten Sportlers.
Übersichtsarbeit
Die Arbeitsgruppe um Ardern untersuchte in ihrer Übersichtsarbeit, welches Pre-Injury Level (Leistungsniveau vor der Verletzung) Patienten nach einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes erreichen können. In 48 Studien wurden insgesamt 5770 Patienten evaluiert.
Dabei stellten sie fest:
Quelle: Ardern et al (2011) Br J Sports Med









